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Edinburgh – ein Schwarz-Weiss Epos

Ein Schwarzweissfilm erster Güte. Keine halbe Million Einwohner, dennoch Metropolenstatus. Überschaubar, erwanderbar. Strassenkuppen mit Blick zum Meer, Wanderwege am Flüsschen Leith entlang. Ein Strand, in seiner typisch britischen Melancholie, verstörend.

Eine Hafenszene, hipp und busy. Die alte Stadt und die Neue Stadt (aber auch schon 300 Jahre alt) durch eine grüne Schlucht getrennt. Imposante Zinnenhotels, wie das Balmoral und den Scotsman, wo man die Teatime geniessen und britische Ladies beobachten kann, wie sie mit spitzen Fingern sich die Gurkensandwiches krallen, umsorgt von einem befrackten Kellner, der das letzte Mal zur Hochzeit von King George gelächelt hat.

Die ersten Tage in dieser wunderbaren Stadt sind schon verwirrend. Strassen über die man eben noch lief, verlaufen 20 Meter unter einem, oder spiralen sich über dem Kopf. Edinburgh ist eine Berg- und Talfahrt und die üblichen Stadtpläne sind keine Orientierungshilfe. Besorgen Sie sich unbedingt einen dreidimensionalen Plan, wenn Sie die Übersicht behalten wollen.

Erwarten Sie keine Sonne - Edinburgh ist auch oder gerade bei wolkigem Himmel schön und ein Schauer dann und wann, er schadet nicht. Der teils mittelalterliche oder neoklassizistische, teils hypermoderne Baustil hat der Stadt den Titel Weltkulturerbe eingebracht. Hohe alte teilweise 8-10stöcke Häuser aus nachgedunkeltem Sandstein und Granit beherrschen das Stadtbild. Düstere Spukschlösser allüberall.

Grüne Parks, die tiefen Häuserschluchten, ein unterirdisches Gängesystem, bizarre Friedhöfe mitten in der Stadt, das alles lässt eine Harry Potter Atmosphäre entstehen. Die Bücher wurden im Übrigen auch genau hier geschrieben,  das Café kann man sich noch anschauen.

In Edinburgh sammeln sich aber auch szenige, junge, quirlige Gastronomie, Jazzkeller und Folkclubs. Klassische Pubs, wunderschön und opulent dekoriert,  mit Teppichen und anglophilen Hygieneproblemen, die Sie sich mit einigen Pints of Lager wegzaubern sollten. Oder mit einem feinem alten Maltwhisky. Nirgends schmeckt er besser – nur im schottischen Hochland vielleicht.

Kulturelle Highlights, wie das Edinburgh Festival, aber auch Theater, Museen, Architektonische Überraschungen, wie das neue Parlament gegenüber dem königlichen Palast. Fussläufig erreichbare Aussichtspunkte mit Blick auf Stadt und Meer wie Caalton Hill oder Arthur´s Seat mit seinem Wandergebiet.

Die Lebensqualität dieser Stadt ist einfach enorm, wenn man nicht meint, dafür auch gutes Wetter erwarten zu können. Aber Sonnenschein gehört zu Malle und nicht hierher, da würde ja das Schwarz/Weiss leiden.

Stadt, Stadt, immer nur Stadt – Sie wollen endlich mal auf´s Land?
Nur 70 Meilen nördlich beginnt ein hinreissendes Naturschutzgebiet, der Cairngorms National Park in mitten der höchsten Berge der Highlands. Von Flüssen durchzogene wilde Gebirgslandschaft von bezwingender Spröde. 

Schmale Strassen, die sich hinauf und hinab durch Wälder und Moore ziehen. Kleine verschlafene Orte aus dem stets schwarzen Stein. Nur die Whiskydestillen blinken von weitem weissgetüncht ins karge Land.

Angeln, Jagen, Reiten, alles was der Herrenmensch an Sport so treibt, meinetwegen auch Golfen, in mannighafter Vielfalt möglich. Das schlichte Wandern sowieso. Gute Chancen das berühmte Moorhuhn zu sichten! Don´t miss it!

Restaurants, Bars

Szeniges Restaurant, abends laut und lärmig, aber freundlich und mit sehr gutem Essen.
The Outsider Restaurant
15 George IV Bridge
 
ein toller Livekeller, obendrein günstig
www.thejazzbar.co.uk/
The Jazz Bar
1a Chambers Street
 
Folk-Pub, wers liebt. Für das ungeübte Ohr immer die gleiche - aber mitreissende - Musik.
Sandy Bells Bar
25 Forrest Rd
bestpubs.co.uk/layout0.asp?pub=106128

Ein indisches Tapa-Restaurant. Phantasievolle Gerichte, da ist es gerade recht, daß man sehr viel ausprobieren kann, abends immer voll.

Mother India’s Cafe
3-5 Infirmary Street
www.motherindiaglasgow.co.uk
 

ecco vino
ganz unkompliziert und nett, ideal für den kleinen Mittagsimbiss, das Essen wird gleich vor Ihren Augen zubereitet und wenn man ein paar Sonnenstrahlen abbekommt, umso besser.
www.eccovinoedinburgh.com


Im Hafen
Im Hafen gibt es viele Adressen, unkomplizert mit schönen Sitzplätzen am Wassen

Teuchters Landing
www.aroomin.co.uk/teuchters-landing
 
oder bei einem der besten Köche Schottlands - Martin Wishart, Chief of the Year 2010
www.martin-wishart.co.uk/home.aspx

on the Beach
Dalriada
77, Promenade
der beste Pub am Strand - was kein so grosses Kunststück ist, aber schöner Blick, gemütliche Räume und oft Livemusik
user29367.vs.easily.co.uk/

Hotels
 

Hotel Du Vin
Klasse -sehr individuell, behutsame Renovierungsarchitektur, schöne Bar und ein ganz feines Bistro, zentral
www.hotelduvin.com/

Fraser
Perfekte Lage unterhalb des Schlosses, teilweise toller Blick aus den sehr schönen Zimmern, kein Resto
http://edinburgh.frasershospitality.com/

Radisson

Mittendrin und in alten Stadthäusern. Direkt vom Parkhaus zu erreichen. Gute Bar. Zimmer top. Resto, bzw. Frühstücksraum nicht sehr ansprechend. Ansonsten gut geführt
www.radissonblu.co.uk/hotel-edinburgh

Kultur 

Scottish National Gallery of Modern Art One
75 Belford Road
www.nationalgalleries.org/visit/page/2:19719:3/
Hier beginnt die Wanderung am Flüsschen Leith Richtung Stadt + Küste, aber auch das Museum inmitten eines schönen Parks lohnt unbedingt einen Besuch.

Festival
JedenSommer findet das international renommierteEdinburgh Festival statt, ein Festival für Musik, Kunst, Theater, Straßen- und Kleinkunst, Musicals, Literatur etc. 
www.eif.co.uk

Schottisches Hochland

Ein Auto zu mieten ist kein Problem und wenn man sich im Verkehrsfluss bewegt, stresst auch das Linksfahren nicht, man sitzt ja ohnehin rechts, insofern ist man schon sensibilisiert. Was mich nervte, war die Gangschaltung zur Linken, Automatik wäre schön gewesen.

Starten Sie in im hübschen Pitlochry. Hier gibt es gleich zwei Brennereien und ein ehrwürdiges Luxushotel
www.athollpalace.com 

Halten Sie sich östlich Richtung Braemar und bald erreichen Sie Balmoral, den Sommersitz der königlichen Familie. Wunderful!
Und man kann hier sogar Cottages mieten. 
www.balmoralcastle.com/

Auch wird hier ein feiner Malt gebrannt - Royal Lochnagar www.scotlandwhisky.com/distilleries/highlands/Royal
und ein gutes Landhotel soll sein das Glen Lui www.glen-lui-hotel.co.uk/

Halten Sie sich nun nördlich und schon bald werden Sie die nächste Brennerei - Glenlivet - erreicht haben www.glenlivet-cairngorms.co.uk. Das Strässchen windet sich, die Winde wehen über die Heide, in der Ferne reitet Macbeth. River Spey und River Dee laden zum Angeln, Picknick oder Füsse nass machen ein. Wenn Sie einen Ort mit einem Pub sehen, halten Sie. Er ist hier eine Seltenheit und oftmals nett und authentischer kann man das schottische Nationalgericht Haggis nicht probieren. Sie kennen Haggis nicht? Etwas ganz Leckeres: ein Schafsmagen wird mir Herz, Lunge, Leber und Nierenfett  vom Schaf gefüllt, Hafermehl und Zwiebeln sind aber auch dabei. Hört sich für Sie dennoch grauslich an? Dann einfach Gas geben und weiterfahren. Die Highlights des Hochlandes sind ohnehin Landschaft und Natur und nicht die angeblich französisch inspirierte Küche. Aber Ausnahmen gibt es. Halten Sie sich bei der nächsten Möglichkeit westlich Richtung Aviemore. Ein Stück weiter wieder Richtung Edinburgh liegt das The Cross www.thecross.co.uk eines der besten Schottischen Restaurants im Landhausstil, auch Zimmer. Was ganz praktisch ist, denn gleich ein paar Meilen weiter befindet sich die letzte Destille unserer Tour - Dalwhinnie www.discovering-distilleries.com/agecheck.php?redirect=/dalwhinnie/index.php.
 
Von hier ists nur ein Katzensprung zurück nach Pitlochry und 70 Meilen später sind Sie wieder in BlackWhiteCity, Edinburgh. Autoschlüssel in die Ecke pfeffern und zweidrei Pints im nächsten Pub hinunterstürzen. Diese Erholung haben Sie sich nach der langen Linksfahrt wirklich verdient!